The Italien Job (2)

Schneider Angulon 6,8 90mm - Bl. 22 - 1/5 sec.

Schneider Angulon 6,8 90mm – Bl. 22 – 1/5 sec.

Nach dem Christian nochmals nachgefragt hatte, wie sich denn nun mit der 3D-Druck Kamera arbeiten lässt, ob sie lichtdicht ist und wie hell die Mattscheibe ist, habe mich aufgerafft ein paar Probefilme zu belichten.

Ich habe die Kamera dazu auf ein 900g leichtes Carbon-Reisestativ gesetzt. Unter der Kamera war eine Schnellkupplung mit Schwalbenschwanz angebracht. Es wird schell klar, dass man hier vielleicht noch einen Verdrehschutz anbringen sollte. Einerseits will man die Schnellkupplung nicht maßlos zuochsen, da die Kamera aus Kunststoff besteht. Andererseits recht die Hebelwirkung des Gehäuses, vor allem im Querformat, wenn die ganze Kamera um 90° auf dem Kugelkopf gedreht wird, um die Kupplung etwas zu lösen.

Die Kamera ist lichtdicht und die Bilder sind sind nicht großartig von denen aus der Linhof zu unterscheiden.  Die Mattscheibe ist tatsächlich etwas dunkel. Bei flachem Winterlicht tut man sich leichter als im vollen Sonnenlicht. Da braucht es schon ein dunkles T-Shirt über dem Kopf. Zum Arbeiten auf der Mattscheibe sollte man dann auch eine Lupe nutzen. Ich muss gestehen, dass ich den Gesamtausschnitt  nicht immer ganz im Blick hatte. Es schadet daher nicht etwas mehr “Fleisch” außen herum zu lassen. Stilllife funktioniert auf Grund des Mindestabstands von 1m auch nur bedingt.

Schneider Angulon 6,8 90mm - Bl. 32 - 35 sec.

Schneider Angulon 6,8 90mm – Bl. 32 – 35 sec.

So weit – so gut. Die Aufnahmen für die Zubehör auf der Oberseite sind indes etwas schmal geraten. Das mitgelieferte Zubehör, wie der hochgesetzte Blitzschuh und die Befestigung für den Drahtauslöser passen zwar. Mit anderem Zubehör, was sich so in meinen Schränken befand, also Libellen oder Entfernungsmesser sah es allerdings schlechter aus.   Diese würden sich wohl mit Gewalt in die Schlitze schieben lassen, aber das wollte ich dann dem Kunststoff doch nicht antun. Positiv ist jedoch, dass der Hersteller dies wohl auch erkannt hat und die neuen Kameras einen verschraubten Metallschuh auf der Oberseite aufweisen sowie eine kleine Dosenlibelle.

Der nächste Punkt wäre jetzt zu klären ob man die Kamera nun auch als Point- And-Shot -Kamera nutzen kann. Dazu müsst man dann den Tubus entspechend markieren und die Entfernung ggf. schätzen.

Fazit:
Man kann mit der Kamera durchaus auf Planfilm fotografieren, wenn man keine Verstellung braucht und sich mit den o.g. Einschränkungen arrangieren kann. Die Bildqualität ist so wie man sie von einem alten Objektiv auf einem “klassischen” Film erwartet. Aber auch nicht besser. Das für mich dann auch der Pferdefuß an der Sache. Ich hatte mir zur gleichen eine Fuji GS645 gekauft. Deren Qualität auf entsprechendem Filmmaterial wesentlich besser ist als die Kombination des alten 90er mit dem Classic-Pan.  Die Kamera ist kleiner und auf den Rollfilm passen 15 Bilder. Für ist das mittlerweile die ideale Reisekamera. Das war auch der Grund, warum ich die 3-D gedruckte Kamera immer noch ausprobiert hatte.

Schneider Angulon 6.8 90mm - Bl. 32 - 16 sec.

Schneider Angulon 6.8 90mm – Bl. 32 – 16 sec.

Making off:
Ich habe mich mal wieder dazu hinreißen lassen etwas zu testen ohne ein konkretes Projekt zu haben. So etwas geht bei mir grundsätzlich schief. Bei dem Stillleben wusste ich plötzlich nicht mehr welcher Film schon belichtet war und welcher nicht. Ich hatte tatsächlich vergessen den Schieber nach dem Belichten zu drehen und befürchtete schon eine Doppelbelichtung. Außerdem waren die Filme jetzt schon solange in der Kassette, dass dachte sie würden dem Schicksal anheim gefallen sein, wie der 18×24, der in den Holzkassetten tatsächlich Schimmel angesetzt hatte.

Schließlich habe ich die Filme im Labor dann in die Dose gefriemelt und vergessen die Flügel einzusetzen. Also alles nochmal hinein, Dose wieder auf, Flügel eingeklickt, um dann festzustellen, dass ich vergessen hatte den zweiten Reißverschluss des Wechselsacks zu schließen. Verwunderlich ist das tatsächlich brauchbare Negative heraus kamen.

Die Aufnahmen entstanden auf dem alten Forte Classic Pan 400, belichtet auf 200 ASA. Entwickelt in A49 1+1.

Die Scans wurden nicht weiter nachgeschärft. Anschließend wurde in Silvereffex 2 Helligkeit, Kontrast und Struktur angepasst. Das Ausflecken habe ich mir geschenkt.

 

 

 

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