Werkzeug

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Trennbildfilme kann man natürlich auf verschiedene Arten belichten. Ich für meinen Teil wollte schon immer so eine riesige Polaroid Messsucherkamera haben. Ich fand es schon immer unheimlich cool mit so einem Teil herumlaufen. Als ich dann vor eineinhalb Jahren eine in einem Fotogeschäft für kleines Geld entdeckte, gab es natürlich kein Halten mehr. Allerdings war mir da auch noch nicht klar, welchen Frust ich mir damit ein handeln würde.

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Die letzten ihrer Art

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Der Fuji FP-100 C Farb- Sofortbildfilm steht mit Sicherheit ganz oben auf der Artenschutzliste der vom Aussterben bedrohten Filme. Einst waren sie aus den Studios nicht wegzudenken. Zu Dutzenden langen sie immer irgendwo herum. Polaroid hatte den Trennbildfilm zum Quasistandard erhoben. Überall wo Profis am Werk waren wurden mit diesen Filmen auf schnelle und einfache Art und Weise Belichtungsverhältnisse und der Bildaufbau geprüft. Das die Bilder mit rund zwei Mark recht teuer waren störte damals niemanden. Auch viele Künstler arbeiteten mit diesem Material. Nachdem dem Niedergang der Firma Polaroid war und ist Fujifilm der einzige Hersteller dieses Sofortbildfilms. Allerdings lohnt sich auch für die Produktion bei sinkenden Verkaufszahlen kaum noch. Man konzentriert sich dort lieber auf die umsatzträchtigen und selbst von der Netzgemeinde gehypten Instax Filme, dem kleineren Pendant zu dem vom Impossible wiederbelebten 600er Polaroidfilm.

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5 Tage Istanbul (8)

Die berühmten Barken der Sultane

Die berühmten Barken der Sultane

Der letze Tag

(Der letzte Teil meines Reiseberuchtes steht nach dem Abschlag auf den Sultanahmetplatz sicher unter keinem guten Stern. Und momentan würde ich es mir auch verkneifen nach Istanbul zu fahren. Trotzdem würde es mir auch falsch erscheinen diesen Teil nicht zu verlffentlichen. Als wir im Sommer die Reise antraten war uns klar, das die Wahrscheinlichkeit von Anschlägen gegenüber dem Frühjahr massiv zugenommen hat. Allerdings hatten wir eher mit Attentaten der Pkk auf öffentliche Einrichtungen gerechnet. Tatsächlich kam es auf unserer Reise zu einem Anschlag auf eine türkische Polizeistation, der drei Menschenleben forderte, allerdings 30 Km von der Innenstadt entfernt, so dass wir uns nicht in unmittelbarer Gefahr befanden. Der Rest unserer Familie war dennoch in heller Aufregung. Sogar mein Vater mit seinen fast 80 Jahren hat mich umgehend im Hotel angerufen, um erleichtert festzustellen, dass uns nichts passiert ist. Trotzdem macht es einen schon ziemlich paranoid. 5 Tage Istanbul (8) weiterlesen

Frohes neues…und so weiter…

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Frohes neues Jahr, Welt.

Ich habe die ersten Tage des neuen Jahres genutzt um mir in den Deichtorhallen in Hamburg die wunderbare Austellung von Sarah Moon anzusehen. Nach der eher mäßigen Austellung 100 Jahre Leica im vergangenen Jahr, wieder ein echtes Hightlight. Metergroße Farbprints neben zentimeterkleinen Polaroids. Bilder von der Künstlerin selbst arragiert und zu eigenständigen Kunstwerken verdichtet. Bilder die mit ihren Verwacklungen und Unschärfen viel Raum für eigene Fantasie lassen. Aber leider auch ein Requiem für den nicht mehr erhältlichen Polaroid 669 Positiv-Negativ-Film, dem kleinen Bruder des 55ers. Alles in allem habe ich aber jede Menge Anregungen und Inspirationen migenommen.

Draussen ist die Temperatur mittlerweile auf -10° C gefallen. Eine gute Gelegenheit mich auf die Kälte einzustimmen und meine Reise nach Lappland im März vorzubereiten. Das ist ziemlich spannend für mich, da ich zum ersten Mal den Polarkreis überschreiten werde.

Ansonsten verbinge die Tage mit diversen Buchprojekten, die ich schon einige Zeit vor mir her schiebe. D.h. vor allem mit Schreiben und Korrektur lesen. Ausserdem spukt mir auch noch die Idee durch den Kopf, gegen Ende des Jahres eine Reise nach Sri Lanka oder Südindien machen. Ich würde gerne nochmal während des Monsuns in diese Region reise. Aber mal schauen  was dieses Jahr noch alles bringt.

Euch da draussen wünsche ich auf jeden Fall, das eure Wünsche für 2016 in Erfüllung gehen.

Fünf Tage Istanbul (7)

Von der Metrostation Halice aus blick man direkt auf das Goldene Horn

Von der Metrostation Halice aus blick man direkt auf das Goldene Horn

Drunter und Drüber

Heute geht auf unserer Reise tatsächlich drunter und drüber. Elias hat diesen Tag für uns zusammengestellt. Wir wollen das goldene Horn über die neue futuristische U-Bahn-Brücke überqueren, den Bosporus über eine der großen Brücken überqueren und schließlich mit der Marmaray unter dem Bosporus wieder zurück.

Das ganze funktioniert folgender Maßen. Man nimmt die Straßenbahn hinunter nach Eminimö. Dort steigt man aus und läuft die etwa 300 Meter zur Metrostation Haliç. Die Haltestelle liegt auf einer Brücke in der Mitte des Goldenen Horns. Die Brücke verfügt sowohl über Treppen als auch über Aufzüge. Besonders spannend sind die Aufzüge von der Fußgängerebene zu den Gleisen, da diese, wie in einem James Bond Film einfach über dm Wasser zu schweben scheinen. Man hat das Gefühl, als würden sich gleich eine Falltür unter den Füßen öffnen und man würde mitten in goldene Horn befördert.

Von hier aus nehmen wir die U-Bahn in Richtung Haciosman. An der Station Mecidiyeköy steigen wir aus. Jetzt geht es mit dem Metrobus weiter. Der Bus ist leicht zu finden, man muss nur einen Eingang zu der Hochstraße finden, dann ist auch der Bus ausgeschildert. Über die Hochstraße geht es mit dem Bus über große Bosporusbrücke auf die asiatische Seite. In Unzunçayir steigen wir aus und suchen die Metrostation Ünalan. Dort angekommen geht es mit der M4 Richtung Kadiköy. Nach zwei Stationen kann man in Ayrilik Çeşmesi in die Marmaray Richtung Kazliçeşme umsteigen. Nach zwei weiteren Stationen hat man den Bosporus unterquert und gelangt über den Bahnhof Sirkeci wieder in die Altstadt. Doch, wie ihr im Folgenden lesen könnt kam es gar nicht so weit:

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